Solaranlage

Da wir oft autark unterwegs sind, war es für mich keine Frage, dass wir eine Solaranlage brauchen. 

Nicht dass wir besonders Stromhungrige Verbraucher hätten. Es ist eigentlich nur ein Kompressor- Kühlschrank welcher permanent versorgt werden muss.

In unserem alten Bus hatten wir nur eine Batterie und da war natürlich ein exzessives verwenden der Heizung immer ein gewisses Risiko. Mann will nicht am Morgen feststellen, dass man den Motor nicht mehr starten kann.

Beim Durchforsten des Internets nach guten Lösungen, bin ich auf den doch recht bekannten Laderegler von Votronic, den VBCS 30/20/250 Triple gestossen.

Damit können alle meine Forderungen an das Batteriemanagement-System erfüllte werden.

- Laden der Zweitbatterie durch die Solaranlage

- Laden der Zweitbatterie durch einen Landanschluss

- Laden der Zweitbatterie durch den Generator des Autos

Daneben wird auch immer die Start-Batterie, wenn nötig geladen oder konditioniert.


Das Gerät war schnell gekauft, den Einbau dann doch etwas aufwendiger als gedacht.

Das erste Problem ist natürlich die richtige Unterbringung des Gerätes zu finden. Da ich so oder so die Kunstoffverkleidung im Innenraum entfernen wollte, bot sich der Platz an der Aussenwand hinter dem Fahrer an.

Meine Überlegung: Kurze Leitung zur Domestik Batterie, auf dem Pfad zum Solarpanel und Platz um Kühlluft anzusaugen. Einziger Nachteil: Die Aussenwand kann doch recht warm werden. Die hat sich aber in der Praxis noch nie als ein Problem herausgestellt.

Den Anschluss der 230V Leitung habe ich über den obligaten FI geführt. Dabei natürlich auch gleich eine Steckdose für mögliche 230V Verbraucher falls man mal externen Strom hat. (z.B. kleiner E-Heizer im Winter). Die 230V Leitung habe ich dann vorne in den Motorenraum gezogen. Da befindet sich dann auch der Stecker für die Landleitung. Alle Leitungen habe ich über über bestehende Löcher in der Karosserie hinein-/herausgeführt. Kritische Leitungen habe ich entweder mit Panzerschlauch oder Silikonschlauch gegen durchscheuern geschützt.

Ganz wichtig ist die Absicherung. Die zwei Hauptsicherung gleich vor der Zweitbatterie. Ach die Leitung zur Startbatterie und das Messkabel zur selben sind nahe an der Batterie abgesichert.

Leider war das mit dem Anschliessen in die Fahrzeugelektronik dann doch nicht so einfach, insbesondere da ich kein Schema zur Autoverkabelung auftreiben konnte. Die Merbag AG hat den Endanschluss dann durchgeführt. Es bestand das Risiko, dass das Batterie Management des Euro 6 Autos mit dem zusätzlichen Laderegler nicht umgehen kann. Es hat aber alles gut geklappt und ich hatte über ein Jahr nun keine Probleme. Es muss noch erwähnt werden, dass die D+ Leitung beim MP nicht mehr offiziell vorhanden ist. Mit etwas Kreativität konnten sie aber das Signal generieren. Wie die Integration bei einem MP Horizon ist, kann ich nicht sagen. Der MP Activity ist einfacher aufgebaut und hat keine Überwachung der Zeitbatterie, was in diesem Falle hilft.

Dann natürlich noch das Solarpanel montieren. Ich habe ein halbflexibles Panel auf ein leicht gebogenes Aluminium Blech aufgezogen. (Beschwerung mit allem was zur Verfügung stand :-)

Montage auf den Dach-Rails, mit Spiralkabel vom Hubdach in den Innenraum geführt. Soweit alles ok. Keine Geräusche beim Fahren. Dann natürlich noch Funktionscheck: